Frühjahrsputz

Frühjahrsputz

Ich war im Urlaub und in meinem Kopf koexistieren gerade gähnende Leere und ein scheinbar nie endendes Gedankenchaos. Zeit, dort ein bisschen aufzuräumen.

Diese Wochenschau widme ich dem Frühjahrsputz in meinem Gehirn. Starten wir die Agenda doch mit meinen Gedanken an Urlaub. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mich plagt jedes Mal aufs Neue die Erwartungshaltung, dass ich mich nach dem Urlaub erholt, vital, fitter denn je und unglaublich inspiriert fühlen sollte. Ich möchte viele Bücher gelesen, gejournalt und jeden Morgen meditiert haben. Ich möchte jeden Tag das beste Essen essen, guten Kaffee trinken und mit einem außerordentlich guten Tropfen Wein am Abend auf einer Terasse sitzen. 

In der Realität sieht das meist anders aus: Ich scrolle im Urlaub meist weniger, aber trotzdem fleißig durch meinen Feed. Manche Mahlzeiten sind durcheinander und hektisch, weil man entweder sucht und nicht findet oder schnell irgendwo hinwill. Morgens schlafe ich länger, wache aber verklatscht auf, weil ich keinen Grund habe eine Struktur zu haben. Dinge wie Achtsamkeit und Routine rücken in den Hintergrund, weil man eben in den Tag lebt.

Und dann komme ich zurück aus dem Urlaub. Ich stehe auf meiner Fußmatte, öffne die Haustür und der süße Duft einer seit mindestens 5 Tagen nicht gelüfteten Wohnung kommt mir entgegen. „Good to be back!“

Meist blicke ich Tage später erst bewusst auf den Urlaub zurück und merke, dass all die erhoffte Entspannung zwar nicht wirklich nachhaltig eingetreten ist, ich mir aber ein anderes Mindset angewöhne. Das „Es kommt wie es kommt“-Mindset. Denn es bringt nichts sich schon morgens Gedanken darüber zu machen was man Abends isst oder trinkt oder macht. Meist sind die besten Tage die, in die man einfach hineinlebt. Und fernab von allen Post-Urlaub Vorsätzen die ich mir sonst so mache, nehme ich mir dieses Mal nur das vor. Einfach Dinge geschehen lassen die geschehen und vielleicht auch denk Gedanken, dass man nicht immer Urlaub machen muss um sich zu erholen. Manchmal braucht es einfach eine kleine Entschleunigung des Alltags. (Insert this sentence into every Selbsthilfebuch there is please, thank you) 

Nach meinem letzten Urlaub (der übrigens ganz fantastisch war) hing ich ab und an immer mal wieder von Zeit zu Zeit zu viel im Internet. Nicht im bösen Internet, sondern im guten Internet, wie ihr wisst. Dabei bin ich auf verrückte Seiten gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Eine Sammlung chinesischer Zigarettenschachteln die teilweise viel zu schön sind um schädlich zu sein: https://www.ciggies.app/

Nicht nur ich war im Urlaub sondern auch die Katzen in diesem Buch von 1990 von Hinjiro Sagara. Auf 72 Seiten (die es leider nicht mehr zu kaufen gibt), posen und spielen die kleinen Kätzchen in 15 verschiedenen Ländern um die Wette. Und ich schmelze dahin!

Dieses Rezept für Kimchi Scones habe ich während meiner Recherche zu "Dingen die man mit Kimchi machen kann die nichts mit Reis und Tofu zu tun haben" gefunden und die Zutaten dafür schlummern schon in meiner Küche. Ich kann's kaum erwarten diese käsige, scharfe Angelegenheit mit Butter zu genießen.

Ein Rezept, welches ich letzte Woche ausprobiert habe und welches absolut approved ist, ist dieser Fenchel Salat!

Eine Sache die ich mir nach dem Urlaub vorgenommen habe und umsetze ist es, neue Dinge auszuprobieren. Zum Beispiel Onigiri selber machen, Handpan spielen (doch so einfach?) und neue Sportarten ausprobieren wie zum Beispiel Thai Chi!

Auf der Liste der Dinge, die ich geschaut habe die absolut worth watching sind ist diese Doku gerade ganz weit oben. Das Thema "Birdwatching" oder "Birding" wirkt im ersten Moment erstmal sehr zäh, aber ich sags euch: Diese 2 Stunden sind pure Unterhaltung!

Genauso wie diese Performance der GooGoo Dolls bei er ich nicht wusste ob ich bitterlich weinen oder lauthals mitsingen soll:

Hiermit läute ich die wöchentliche Wochenschau übrigens wieder ein. Nagelt mich aber nicht drauf fest.

Mit freundlichen Frühlingsgrüßen,

Juliane :)

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